Die Zinsen, die Sie derzeit mit risikoarmen Anlagen verdienen können, sind sehr niedrig. Gleichzeitig haben die Notenbanken vieler Industriestaaten ihre Geldschleusen geöffnet, was längerfristig zu höheren Inflationsraten führen könnte. Das Geld nur auf dem Sparbuch zu parken oder nur in Anleihen hoher Bonität zu investieren, kann somit für Sie zu Kaufkraftverlusten und Kursrisiken führen.
Wird die expansive Geldpolitik der Notenbanken in den Industrieländern sowie die hohe Verschuldung der Industriestaaten langfristig zu Inflation führen? Wenn Sie sich vor hoher Inflation fürchten, sollten Sie in reale Werte wie Immobilien, Rohstoffe, Gold und Aktien investieren. Denn ihr Preis sollte bei Inflation steigen, während die Kaufkraft sinkt.
Zahlreiche börsennotierte Konzerne haben Ende 2010 neue Rekordergebnisse veröffentlicht, doch deren Aktienkurse haben angesichts der Skepsis vieler Anleger größtenteils noch lange nicht ihre Rekordmarken von vor der Finanzkrise erreicht. Mit Blick auf die Bewertungen scheint das Kurspotenzial von Aktien noch nicht ausgeschöpft zu sein.
Die Kursentwicklungen der Aktienmärkte in den letzten 10 Jahren haben gezeigt, dass es sich lohnt, wenn Sie als Anleger nicht nur die Performancezahlen der Vergangenheit betrachten, sondern vor allem aktuellen Unternehmens- und Konjunkturdaten Gehör schenken und deren Auswirkungen auf die Zukunft analysieren.
Die Aufteilung der Investitionen bzw. des Vermögens auf verschiedenste Anlageklassen, schützt Sie nicht vor Verlusten. Aber die so genannte Diversifikation hilft, Klumpenrisiken im Depot zu vermeiden. Bei nicht vollständig gleichlaufenden Wertpapieren können Sie durch die Streuung Ihrer Investitionen Kursschwankungen im Portfolio vermindern, ohne die Renditechancen zu schmälern.
Die neue Normalität an den Finanzmärkten ist geprägt durch Verschuldungsabbau, eine "neue Globalisierung" und eine zunehmende Regulierung des Finanzsystems. Dies alles führt zu der Erwartung höherer Schwankungen. Deshalb ist es wichtig, die Märkte einer fundamentalen kritischen Analyse zu unterziehen und mit aktivem Management flexibel auf die Marktgegebenheiten zu reagieren.
Dividendenwerte können nicht nur dank des zusätzlichen Einkommensstroms der Gewinnausschüttungen langfristig einen Mehrwert für Ihr Depot bieten. Mit Hilfe einer fundamentalen Dividendenstrategie können Sie mit Aktien - trotz der Kurszuwächse in den letzten Monaten - immer noch einen netten "Kupon" verdienen. Vor allem im aktuellen Niedrigzinsumfeld bei gleichzeitig guten Unternehmensgewinnen scheinen Dividenden eine vielversprechende Ergänzung zum Aktienportfolio zu sein.
Anstatt auf ein hektisches Hin und Her zu setzen, ist eine strategische Ausrichtung Ihres Depots ratsam. Diese sollte in zweierlei Richtungen erfolgen: Eine Aufteilung der Vermögensklassen u. a. in Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien, die Ihr Ertrags-Risiko-Profil optimal abbildet. Sowie eine Ausrichtung auf langfristige Trends mit strukturellem Wachstum, die nicht nur von zyklischen Schwankungen abhängig sind.
Deutschland etabliert sich immer mehr als neue Wachstumslokomotive für Europa und ist bestens aufgestellt. Wenn sich die Weltwirtschaft 2011 weiter erholt, stehen die Chancen gut, dass Deutschland seine größte Stärke wieder ausspielen kann. Selbst wenn die Erholung ausbleibt, erscheint die Anlageregion Deutschland im Vergleich zu anderen Industriestaaten durchaus attraktiv.
Die Schwellenländer haben nicht nur die Finanzkrise schneller und besser überstanden als die Industriestaaten - sie konnten sogar ihre Bonitäten über diese schwierige Zeit halten oder leicht verbessern. So prognostiziert der IWF für den Zeitraum von 2010 bis 2015 z. B. ein jährliches Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von ca. 10 % für China und ca. 8,4 % für Indien. Eine Beimischung von Anlagen aus diesen Regionen könnte sich also für Sie lohnen.